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Bernhard Bechter zu Gast bei der SWR Sonntagstour

Bernhard Bechter ist Gast bei der SWR Sonntagstour &war mit Moderator Hansy Vogthoch in den Lüftenvon Bernhard’s Heimat dem Bregenzerwald. Dabei wurde natürlich auch über die Globalance Expeditionen und das Whalewatchingfuture Projekt gesprochen.

Thema war aber auch die wunderbare Natur die zuhause direkt vor der Haustüre grossartige Erlebnisse bietet und eine regelrechte Kraftquelle ist.

Vom Bregenzer Wald nach Liechtenstein

Sendung am Sonntag, 14.03.2010, 20.15 bis 21.15 Uhr

Die SonntagsTour ist zu Gast im Bregenzerwald und in Liechtenstein. Moderator Hansy Vogt präsentiert wie immer eine bunte Mischung aus Begegnungen mit interessanten Menschen und viel fröhlicher Musik.

Zur Seite vom SWR – Sonntagstour am 14.03.2010

Foto SWR: Hany Vogt und Bernhard Bechter vor der Damüler Mittagsspitze

Hansy Vogt & Bernhard Bechter

Hansy Vogt & Bernhard Bechter

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In Kürze: Abschlussbericht von Nepal 2009/2010

Nach der Rückkehr aus Nepal mussten erst mal jede Menge organisatorischer Arbeiten erledigt werden. Zudem war ich noch gesundheitlich angeschlagen.

Für nächste Woche sind 2 Pressetermine und danach wird auf der Homepage ebenfalls der Bericht veröffentlicht.

Gleichfalls erfolgt dann die Ankündigung zur IWC 2010 in Marokko.

Ein schönes Wochenende allen Supportern vom Projekt,

Euer Bernhard Bechter

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Auf der Rückreise

Die Rückreise hat bekommen. Heute noch ein letztes langes Briefing für unseren Guide im Nationalpark.

Die Tage in Pokhara waren recht erfolgreich. Zum einen konnten jeden Tag interessierte Leute gefunden werden, die erwägen, den Bardia Nationalpark verstärkt zu bewerben und neben meiner Arbeit tagsüber als Tandempilot war dann auch gleichzeitig Öffentlichkeitsarbeit für die Flussdelfine. Es sind kaum Touristen anzutreffen, die wissen, dass es in Nepal noch Delfine gibt, bzw. überhaupt gab.

Ausführlicher Bericht folgt nach der Rückkehr.

Bilder: Die Rückreise funktioniert typisch ‘nepali-style’ – der Bus (mit einem Führerstand wie in einem alten SciFi-B-Movie) mußte mehrmals auf dem Weg notdürftig geflickt werden, bevor es in einer Werkstatt im nächsten Ort zu einem längeren Aufenthalt kam.

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Promoten des Karnali-Dolphinwatching in Pokhara

Das letzte Update aus Bardia war wieder mal nicht möglich wegen des ständig ausfallenden Stroms, aber jetzt endlich in Pokhara kommen auch die ersten Bilder auf den Blog.

Am 28.12.09 begann der Tag bereits um 05.30, denn es stand eine weitere Befahrung auf dem Karnali an und diesmal von der Chisapanibrücke. Zum Ausgangspunkt ging es dann mit dem lokalen Bus. Der Start musste dann wegen der starken Fallwinde auf 10.00 verschoben werden und selbst da, war es noch nicht ganz ungefährlich. Wir waren zu dritt in dem 2-Mann Raft unterwegs. Rike auf dem Sitz am Bug, Hukum auf einem wasserdichten Packsack zum Beobachten in der Mitte und ich auf dem Steuersitz.

Ziel diesmal die äußeren Seitenarme am östlichen Ufer zu erkunden, ob sich in diesen Delfine aufhalten können. Das Nationalparkmanagement hatte mir ja mal versichert, dass sich vor allem dort Delfine aufhalten, weil sie dort weitgehend ungestört wären. Diese Aussage tat ich aber zu Recht als Humbug ab und jetzt ist es leider Gewissheit: Dort können sich gar keine Delfine aufhalten, weil sich diese Seitenarme an manchen Stellen so weit verzweigen, dass das Wasser dort so seicht wird, dass man sogar mit einem kleinen Zweimannraft auf Grund läuft.

Diese Gewissheit macht aber weitere Bestandssichtungen leichte, da man wieder einen Bereich des Karnali ausklammern kann.

Für Hukum war es aber gute Gelegenheit, sich in Teilen vom Nationalpark umzusehen, die er bislang nicht erreichen konnte.

Bei der Mittagsrast wurde dann an einem guten Aussichtspunkt Halt gemacht, von dem wir dann ein Stück in den Dschungel gelaufen sind um mittunter mit Glück einen Blick auf einen Tiger zu erhaschen. Leider konnten wir nur frische Spuren im lehmigen Sand an einem Rinnsal von Bach finden. Die Abdrücke der Pfotenabdrücke waren noch feucht, während die Oberfläche des Bodens dort schon ausgetrocknet war.

Dann erkundeten wir noch die beste Stelle im Dschungen, von wo aus Hukum in Zukunft am besten einbooten kann. Diese liegt an einem breiten Zusammenfluß mit dem Hauptstrom des Karnalis, an dem auch öfters – auch schon von mir – die Delfine bobachtet werden konnten.

In den zwei Wochen am Karnali konnten damit also die Vorbereitungen für die zukünftige Wildlife- & Dolphinwatchingtour für Hukum abgeschlossen werden.

Diese Tour schaut wie folgt aus: In der Morgendämmerung beginnt der Schungelwalk im Nationalpar, bei dem die Chancen sehr gut sind, unter anderem wilde Elefanten, Nashörner, Hirsche und Antilopen, Krokodile, unzählige Vögel und mit Glück einen Tiger zu erblicken. Zur gleichen Zeit trägt ein Guide von Hukum die Bootsausrüstung zum Einbotpunkt und bereitet dieses vor. An diesem ist dann noch ausreichend Zeit, den großen Pool im Fluss zu Beobachten und dort auch Delfine zu sehen. Dann geht es per Boot durch den Dschungel zurück zur Elefantenstation am südlichen Dorfende, welche auch das Ende des Nationalparks bedeutet.

Die reine Delfinwatchingtour führt aom nördlichen Ende des Terrais auf dem Karnali bis hinunter zur indischen Grenze.

Die Tour am 26.12. fiel leider einem weiteren Streik zum Opfer. Wie schon früher geschrieben, die Streiks in Nepal dürften eigentlich nicht als solche bezeichnet werden, sondern müssten „Strassenblockaden“ heißen. Am 28.12. war es wie wir am folgenden Tag dann feststellten dann auch besser, dass wir im Basecamp geblieben sind um mit Hukum Schulungsprogramm zu betreiben. Ein Geländewagen hielt sich im Ort an diesem Tag nicht an die Blockade. Fahrer und Belegschaft wurden aus dem Geländewagen gezerrt, dieser mit Benzin übergossen und in Brand gesteckt. Selbiges Schicksal ereilte weiter östlich auch einen vollbesetzten lokalen Bus.

Am 29.12. war dann vorgesehen, mit dem Bus nach Pokhara zu fahren – aber an diesem Tag schon wieder Strassenblockade.

Am 30.12.2009 konnten wir dann endlich um 16.00 starten und eine 18 stündige Bus begann. Morgens um 04.30 mussten wir dann ein einen lokalen Bus umsteigen und in diesem habe ich mich dann kräftig erkältet. Der Bus hatte eine Airkondition Nepali Style. Eine Schiebefenster hatte nur mehr eine Scheibe.

Wir haben Hukums ganze Familie mit nach Pokhara genommen, denn dies ist eine gute Gelegenheit ihnen zu zeigen, wie es in anderen Teilen von Nepal aussieht und vor allem, wie Tourismus an anderen Orten betrieben wird.

Mit Hukum betreiben wir jetzt Vollzeitprogramm. Tagsüber von Büro zur Büro um das Dolphinwatchingprogramm zu promoten und aufzuzeigen, das der Tourismus auch die letzte Überlebenschance für Nepals letzte Delfine bedeutet und Abends bekommt Hukum von Rike und mir Unterricht im Umgang mit PC und Emails. Gestern auch noch Sichtung des Bildmaterials zur Erstellung von Unterlagen für Hukums Programm und nochmal intensives Besprechen wie er bei den hiesigen Touranbietern vorstellig wird.

Als wir gestern knapp vor 23.00 fertig wurden, war Hukums Erschöpfung ihm deutlich anzumerken, aber diese Zeit hier in Pokhara muss eben intensiv genutzt werden. In Bardia wird dann für ihn wieder jegliche Kommunikation zum Glückspiel.

Vor seiner Rückkehr dorthin wird er noch einen Abstecher nach Kathmandu unternehmen, wo ich für ihn einen sehr wichtigen Kontakt herstellen konnte.

Weitere Berichte folgen.

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Die Kunst zu Entschleunigen

Bardia lernt uns die gegebene Entschleunigung gelassen anzunehmen. Heute morgen um 05.40 war es endlich geschafft. Hukums PC läuft wieder und er kann wieder Emails schreiben! Aber um dies zu schaffen, mute ich zwangsläufig lernen, die häufigen Abstürze und Stromausfälle gelassen hinzunehmen. Auch als es geschafft war und nur mehr der Mozilla Firefox tröpfchenweise vom Netz gezogen werden musste, war Geduld angesagt. 3 ½ Stunden warten und hoffen „Bitte jetzt nicht wieder einen Stromausfall oder eine Stromnetzschwankung!“.

Geduldsprobe war uch gestern auf dem Fluss angesagt. Sechs Stunden am Fluss und lediglich einen Delfin gesichtet. ca. 12.15, 15.25 und 15.50 war ein Delfin an der Indischen Grenze auszumachen. Er tauchte aber immer nur kurz auf und war dann nicht mehr zu sehen.

Kann mitunter auch sein, dass der Lärm gestern an der Potonenbrücke zu heftig war. So viele Leute und Fahrzeuge habe ich bislang dort noch nie erlebt. Aber nach 15.30 wurde es dann ruhiger. Trotzdem keine weitere Sichtung.

Den Rücktransport haben wir so organisiert, dass erst Rike mit der Bootsausrüstung im Packsack zum Abholpunkt überhalb vom letzten Zufluss vom Karnali marschierte, von wo aus dann Hukum sie mit dem Motorrad zurück ins Basecamp bringt und ich blieb noch weitere 1 ½ Stunden mit der Fotoausrüstung am Sichtungspunkt. Leider vergeblich.

Ricke hatte beim Rückmarsch an der Furt ganz schön zu arbeiten. Mit immerhin über 25 kg auf dem Rücken, sank sie in dem treibsandähnlichen Untergrund beim queren des Zuflusses ganz schön tief ein. Dann noch mit dem riesen Packsack fast eine Stunde auf dem Motorrad zurück ins Basecamp.

Am Abend fühlten wir uns beide erschlagen müde.

Allerdings mußte ich noch bis nach 22 Uhr warten, denn da wird zur Zeit das Stromnetz ein bischen zuverlässiger und dann endlich die letzte Nachtschicht an Hukums PC, damit er mit der Welt wieder online gehen kann und wir mit ihm die weiteren Schritte für’s Dolphinwatching Projekt planen können.

Heut Nachmittag ist wieder Bootsschulung und Training für Hukum geplant und morgen heißt es um 05.30 raus aus den Schlafsäcken: Es geht an den Ausgangspunkt der Raftstrecke oberhalb des Nationalparks und dann Premiere: Die erste Dolphin-&Jungle-Watchingtour im 2 Mannraft auf dem Karnali. Morgen Abend wissen wir, ob die Planung ein Erfolg war und ob dieses Programm von den Einheimischen als Nutzungs-&Schutzprogramm angenommen wird.

Update wird online gestellt, sobald eine Verbindung hergestellt werden kann. Bilder folgen wenn wir mit Hukum in Pokhara sind, um dort für ihn Partner für das Dolphinwatchingprogram zu finden.

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Heiliger Abend im Jungle Base Camp

Gestern und heute ist zum Haare ausrupfen. Verzweifelt versuche ich seit gestern Hukums schrottreifen PC aufzusetzen. Irgend ein Händler hat ihm einen PC angedreht, den er zuvor bis auf die notwendigsten Bestandteile ausgeweidet hat.

Allerdings machen die ständigen Stromausfälle und extremen Stromschwankungen im Stromnetz eine Installierung des Betriebssystems zum nervenaufreibenden Stundenfresser.

Hoffen wir mal, dass jetzt der Strom einige Stunden hält. Das Update gestern wurde im dorfeigenen „Internetcafe“ gemacht. Aber auch das war eine Geduldsprobe, denn ins Internet kommt man hier nur über eine gähnend langsame Modemverbindung. Die einzigen Modems die es hier gibt, müssen über ein RS232er Kabel angeschlossen werden (Was unser Laptop nicht hat) und im „Internetcafe“ sind die paar Computer zwar in einem Netzwerk zusammengefasst, aber teilen sich alle zusammen EINE Modemverbindung. Alleine das einloggen in die Mailseite dauerte schon gute 20 Minuten.

Für heute Abend bereiten wir noch eine kleine Weihnachtsfeier vor. Ein paar kleine bescheidene Geschenke und Laxmi, Hukums Frau, backt noch einen Reiskuchen.

Das größte Geschenk für das Jungle Base Camp wird dann am Abend auch offiziell an Hukum übergeben: Die Bootsausrüstung für das Dolphinwatching.

Während ich noch die letzten Minuten am Laptop nutze, bevor der Akku vollständig entleert ist, ist grad wieder der Strom ausgefallen und die Installation vom Betriebssystem auf Hukums PC damit wieder ein weiteres mal ins Nirvana gewandert.

Für heute habe ich einen ganz bescheidenen Weihnachtswunsch. Ein paar Stunden keinen Stromausfall, damit ich die Kommunikation für Hukums Jungle Base Camp endlich fertig einrichten kann.

Frohe Weihnachten allerseits!

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DIE ERSTEN ZWEI FLUSS-DELFINE GESICHTET

Am Montag erste Erkundungsfahrt auf dem Karnali

Am Montag den 21.12.2009 startete die erste Erkundungsfahrt mit dem Schlauchkanadier auf dem Karnali. Am Seitenarm der Elefantenstation wurde eingebootet und erst dieser Seitenarm erkundet. Dieser läßt aber keine Wanderungen von Delfinen ausserhalb des Monsuns zu, da er an einigen Verbindungsstellen einfach zu seicht ist.

An der Potonenbrücke nach der Indischen Grenze konnten wir dann für 40 Minuten zwei Delfine beobachten. Ich unterhalb der Brücke und Rike zeitgleich einen oberhalb der Brücke.

Etliche Gespräche mit den lokalen Guides welche sich regelmässig am Karnali und im Nationalpark befinden, gibt Anlass zur Hoffnung, dass noch einige gefunden werden können. Alle die wir schon öfters an diesem Problem gearbeitet haben sind uns einig, dass sich der Bestand auf höchstens ein Dutzend Delfine kann.

Entgegen der Nationalparkverwaltung und deren Beobachter (die sich selbst nie an den Karnali oder in den Nationalpark begeben und sich ihre positiven Schätzungen lediglich aufgrund von Erzählungen die sie sich einholen zusammenreimen).

Das mitgebrachte Boot wird von allen sehr begrüßt, denn es verschafft Unabhängigkeit und kann, wie wir gestern bewiesen haben, leicht auf dem Motorrad transportiert werden.

Hukum holte uns am Nachmittag dann am Zufluss zum Karnali ab, da er diesen mit dem Motorrad nicht furten konnte. Das hieß für uns, erst wieder ein Stück Fluss aufwärts zu paddeln und wo die Strömung dann zu stark wurde, es mit dem Seil vom Wurfsack zu treideln (Anm.: ziehen).

Rike wurde mit der Fotoausrüstung und den Schwimmwesten zuerst zurück zum Jungle Base Camp gebracht und ich konnte bis zu Hukums Rückkehr Boot und Ausrüstung vom Schlamm reinigen (vom Rücktransport an den Abholpunkt).

Am Abholpunkt kamen Hukum und mir dann wieder Erinnerungen von der Expedition 2002 auf, denn an diese Furt war damals vermint und kurz vor uns flog mitten im Flusslauf ein Jeep mit Polizisten in die Luft, weil dieser auf eine der Minen aufgefahren war. Alle Polizisten starben bei diesem Vorfall.

Sofern die Strassen morgen wieder frei gegeben werden, geht es morgen Flussaufwärts zum einbooten um den oberen Abschnitt zu erkunden.

Heutiges Programm ist sichern der Daten, Sichtung und Auswertung der Bilder***, Betreuungsarbeit für Hukum und Planung der nächsten Aktivitäten am Fluss.

*** Das Fotografieren der Delfine ist sehr schwierig. Vom Auftauchen des Delfins bis zum Abtauchen bleiben gute 2 Sekunden. Der Autofokus schafft das Nachregeln auf der Wasseroberfläche nicht schnell genug, daher muss manuell gearbeitet werden.

Sofern wir Glück haben, schaffen es heute auch die ersten beiden Tourbookeinträge online zu gehen.

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BARDIA NATIONALPARK ERREICHT!

Endlich im Bardia Nationalpark angekommen. Nächste Woche beginnen die Delfinsichtungsaktionen.

Der folgende Bericht ist recht knapp verfasst und ohne Bildmaterial. Seit 2 Tagen gibt es hier im Dorf keinen Strom und wenn, nur für wenige Minuten. Der folgende Bericht wartet also auf der Festplatte, bis es endlich mal für eine halbe Stunde Strom gibt und damit auch mit Glück eine Internetverbindung hergestellt werden kann. Da diese hier gähnend langsam ist, wenn sie mal zu stande kommt, werden die Bilder dann später in Pokhara hochgeladen. Auf jeden Fall funktioniert hier im Moment gerade weder Strom noch jegliche Telefonverbindung. Aber das ist hier kein größeres Dilemma, eher Alltag mit dem man sich gelernt hat zu arrangieren.

Montags Abend mit etwas Verspätung in Kathmandu gelandet und die übliche Warteprozedur beim Einreise und Visumschalter absolviert. Dann glücklicherweise alle Gepäckstücke angekommen. Am Flughafen dann die üblichen Taxi- und Hotelkeiler abgewimmelt und wie durch wundersame Fügung genau den richtigen Helfer gefunden. Raaj brachte uns mit seinem Taxifahrer in eine bescheidene aber saubere und recht billige Unterkunft und holte uns dann am nächsten Morgen ab: Aircargo Marathon um die Bootsausrüstung auszulösen. Ohne Raaj seine Hilfe, hätte dieser bestimmt weit mehr als die vier Stunden gedauert. Erst zum Aircargogebäude, dort dann zum Flughafen geschickt ein Dokument abzuholen, dass wir berechtig sind, am Aircargogebäude Gepäck auszulösen. Für dieses Formular waren dann 3 Bestätigungen erforderlich?!? Dann sollten wir zum Büro von Etihad, um dort ein Formular zu holen. Das Etihadbüro war aber geschlossen! Seltsamerweise wurden die Etihaddokumente im Lufthansabüro ausgestellt. Seltsam deswegen, weil Lufthansa Nepal ja gar nicht mehr anfliegt. Mit diesem Formular hatten wir dann noch einige andere auszufüllen und abzustempeln und natürlich für fast jedes eine Gebühr zu entrichten. Um es abzukürzen: Nach vier Stunden durften wir das Bootsgepäck vom Zoll inspizieren lassen und endlich auslösen.

Der Rest vom Tag wurden noch dringende Besorgungen erledigt und die Fahrt in den Nationalpark arrangiert. Da wir ja mit guten 90 Kilo Gepäck unterwegs waren, suchten wir einen privaten Fahrer, der uns dann am Mittwoch um 05.30 bei der Unterkunft abholt. Ünktlich auf die Minute war er dann vor Ort und die erste Reaktion: Nein, das Gepäck passt nicht in mein Auto – Ich kann Euch nicht fahren. „Lass mich mal probieren zu packen und wenn ich’s reinbekomme, fahren wir! OK?“. Unser Nepali staunte dann nicht schlecht, mit welchem System ich sein Auto belud. Zur Sicherheit vergewisserte ich mich noch, dass er den Weg in den Bardianationalpark kannte, denn ich wunderte mich ein wenig, dass er mit seiner Strassenlimo uns dorthin fahren wollte. Bei der Reservierung dachte ich eigentlich, dass wir dür den vereinbarten Preis eine nepaltypische Klapperkiste mit Zufallsgeneratorbremsen bekommen würden. Bereits um sechs Uhr Morgens massiver Stau auf der Strasse über den Pass aus Kathmandu raus. Über den Pass alleine brauchten wir vier Stunden länger als normal.

Nach 18 Stunden und einer Reifenpanne waren wir dann an der Zugangsstrasse zum Nationalpark und hier kamen mir dann doch Zweifel, ob unser Fahrer schon mal im Nationalpark war. Denn der Zugangsweg ist zuerst eine holprige Schotterpiste die dann in einer Furt im Fluss – bei dem zu dieser Jahreszeit aber das Wasser an der richtigen Stelle grad mal knöcheltief ist. Ich gab unserem Fahrer noch den Tip, er solle den Polizisten am Checkpoint nach der richtigen Piste fragen, weil ich ja schon seit einigen Monaten nicht mehr hier war und in stockdunkler Nacht ich nicht sicher bin, ob ich die richtige Spur erwische. Verwunderung in seinem Gesicht, aber er fragte dann doch nach. Und dann fragte er mich immer wieder „way ok?“. Dann flackerte kurz Panik in seinem Gesicht auf, als der Schotterweg plötzlich sich in ein Spurengewirr oberhalb des Flussbetts verzweigte.

Keinen Meter fahre er mehr weiter! Hätte er nicht dringend Schlaf gebraucht und wären es nicht ein so langer Weg nach Kathmandu gewesen, wäre er zu 100% umgedreht. Ich machte ihm den Vorschlag, dass ich sein Auto durch die Furt fahren kann. Aber verständlicherweise war er um sein gutes Auto besorgt. Ich wies ihn dann an, einfach zu warten und dass ich zu Fuß die richtige Spur über den Fluss suchen würde. Diese war auch gleich gefunden und nur zweimal wäre es durch seichtes Wasser gegangen. Die Zweifel von unserem Fahrer waren dann aber doch zu groß und er wollte zurück zum Polizeichekcpoint, fix der Überzeugung, es müsse doch eine richtige Strasse in den Nationalpark geben. Mittlerweile konnten wir auch Hukum im Junglebasecamp erreichen, der sich mit seinem Motorrad auf den Weg machte uns entgegenzukommen und ab der Furt zu lotsen.

Der Polizist am Chekcpoint grinste ein wenig, als wir wieder bei ihm auftauchten. Als er unserem Fahrer klar machte, dass dies wirklich der einzige Weg war, war der Frust in seinem Gesicht trotz Dunkelheit nicht zu übersehen. Ich wollte ihm etwas Mut machen und meinte zu ihm „Schau mal, die Strassen in Kathmandu sind mit den ganzen Schlaglöchern doch viel holpriger als diese Schotterpiste und vor dem bißchen Wasser brauchst dich nicht zu fürchten. Im Monsun stehen die Strassen in Kathmandu viel tiefer unter Wasser, als diese paar Zentimeter hier in der Furt!“

Wieder zurück am Fluss marschierte ich vor seinem Auto mit der Stirnlampe durchs Wasser und deutete auf meine Schuhe, die grad mal bis zu den Knöcheln mit Wasser bedeckt waren. Er murmelte irgendetwas zu Rike, das sie aber nicht verstand und dann Erlösung: Wir waren wirder auf der Schotterstrasse auf der anderen Seite vom Fluss. Noch 12-14 Km bis ins Camp und bereits nach ein paar Kilomtern kam uns Hukum mit seiner Frau Laxmi auf dem Motorrad entgegen.

Freudige Ankunft im Camp und gleich Geburtstagsglückwünsche für Rike und dann Tiefschlaf. Seit Sonntag waren wir auf dem Weg und jetzt endlich angekommen.

Wir bedankten uns bei unserem Fahrer. Nicht nur, weil er pünktlich war, sondern auch, weil er sehr umsichtig und verantwortungsvoll gefahren ist. Dass er an der Furt etwas erschrocken ist, ist verständlich. Normalerweise fährt er ja in der Stadt und deren Umgebung und rechnete nicht mit einer minioffroadfahrt zum Finale. Dass er uns nicht sagen wollte, dass er zuvor noch nie im Bardianationalpark war, ist auch zu verstehen, denn er rechnete wohl damit, dass wir dann einen anderen Fahrer gebucht hätten. Bereits um 7 Uhr in der Früh machte er sich auf den Weg zurück nach Kathmandu. Mit Glück hat er vielleicht noch Passagiere auf diesem Weg zurück gefunden und konnte damit noch etwas zusätzlich verdienen.

Die folgenden beiden Tage wurden erstmal genutzt um etwas zu regenierieren, Hukum den Aufbau der Bootsausrüstung zu zeigen, mit ihm die Erfahrungen der letzten Monate zu teilen und die Fahrten zum Karnali zu besprechen.

Heute werden wir noch daran arbeiten, wie er das Programm in Nationalpark noch besser promoten kann und ihm Unterricht in der Computerbenutzung zu geben. Gestern war auch noch Reperaturtag an seinem Motorrad angesagt. Wenn es heute seinen Dienst nicht versagt, wird es morgen oder spätestens Übermorgen an den Karnali gehen. Hukum freut sich riesig üer die Bootsausrücstung und die mitgebrachte Fotoausrüstung, damit er auch die Gelegenheit hat, seine Sichtungen sowohl von den Delfinen wie auch den Tigern in Zukunft auf Bildern festzuhalten. Auch er ist fest davon überzeugt, dass einzig und alleine ein sanftes Dolphinwathing den Tieren ein Überleben sichern kann.

Wichtig noch, dass wir heute oder morgen Strom bekommen, damit die Akkus der Kameras geladen werden können. Falls nicht, gibt es genügend andere Arbeiten noch zu erledigen. Jetzt reicht der Akku des Laptops nur noch einige Minuten, als speichern und auf Strom warten.

Beim nächsten Bericht kann ich dann hoffentlich schon von den ersten Delfinsichtungen berichten.

Add-on vom Sonntag:

Ab heute sind wir von der Aussenwelt auch transporttechnisch abgeschnitten. Es herrscht wieder Streik in Nepal. Zumindestens hier in Westnepal. Vom Osten haben wir keine Nachrichten. Streik in Nepal hat eine etwas andere Bedeutung als zu Hause in Europe. Hier würde eher das Wort „Strassenblockade“ zutreffen. Kein motorisiertes Fahrzeug darf die Strassen passieren. Wer es dennoch wagt, riskiert mitunter sein Leben. Vom Timing her hatten wir also Glück. Wir haben Bardia erreicht und unsere Fahrer ist auch wieder sicher zurück in Kathmandu. (Neueste Nachricht dazu: Ausnahmen seien lediglich Rettungsfahrzeuge und von Touristen besetzte Fahrzeuge – was unse wieder nicht viel nützt, weil wir mit den Nepali zusammmen arbeiten. Aber mehr als gerüchtewert haben die Nachrichten die wir hier bekommen nicht. Soeben hies es gerade, es sei in einigen Städten zu Ausschreitungen gekommen und nicht einmal Fahrräder seien auf den Verbindungsstrassen geduldet?!? – In ein paar Tagen werden wir dazu auf jeden Fall mehr wissen).

Strom ist wieder Stundenweise vorhanden, aber noch immer keine Telefonverbindung. Daher ist das update noch in der Warteschleife.

Mit Hukum wurde noch intensive Schulung betrieben und es folgen noch etliche Einheiten davon. Es macht auch Freude zu sehen, dass Hukum sehr dankbar um jede Hilfe ist. Und seine Arbeit hat dem Nationalpark in den letzten Jahren mit Garantie mehr gutes angetan, als die Arbeit des nicht gerade vorbildlichen Nationalparkmanagements. Morgen bei Anbruch des Tages geht es runter zum Fluss. Einzig der Rücktransport ins Jungle Base Camp bereitet noch Kopfzerbrechen. Wir schrauben an Hukums Motorrad, aber es hat seine Macken. Die Bootscrew vom Jeep abholen zu lassen, kommt zu teuer. Aber bis morgen wird das Problem gelöst sein. Maybe ;)

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Auf der Anreise

Es ist soweit! Das Tourprojekt ist gestartet und morgen erfolgt schon die Anreise an den Karnali.

Momentan gerade noch auf Zwischenstop in den U.A.E. und in einer Stunde wird eingecheckt für den Flug nach Kathmandu.

Dann beginnt die Gepäckschlepperei. Ingesamt sind es fast 90 Kilogramm.

Sofern die Bootsausrüstung die mit Luftfracht transportiert wurde gleich ausgelöst werden kann, wird sogleich die Anreise an den Karnali begonnen.

Die ersten Tourberichte werden erst in 1, 2 Wochen erfolgen, da es im Karnali Gebiet sehr schwierig ist, ins Internet zu kommen.

PS: Die Schweinegrippe hat auch das Tourteam getroffen. Glücklicherweise noch vor dem Start.

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Das grosse Packen – Der Karnali rückt näher!

Das grosse Packen hat begonnen und die Ausrüstung wird selektiert. Es gilt die noch ca. 80 kg schwere Ausrüstung auf 60 kg zu reduzieren. Den Grossteil des Gepäcks nimmt jedoch die Bootsausrüstung (welche im Anschluss in Nepal verbleibt, damit die lokalen Nationalparkguides diese zum arbeiten benutzen können) und der Dokumentationsausrüstung.

Diese Bootsausrüstung wird in Nepalbereits sehnlich erwartet.

Nun, es bleiben noch ein paar Tage Zeit und auf irgendeine Art wird das Problem schon noch gelöst. Bis dahin wird aber noch so einige male gepackt, wieder umgepackt und weiter an Material abgespeckt.

Kurz vor Weihnachten sollten dann die ersten Berichte direkt aus Nepal veröffentlicht werden.

Drücken Sie uns und den Delfinen die Daumen, dass wir noch einen regenerierbaren Bestand von ihnen vorfinden. Hukum (der treuste Guide des Projekts) meint, die Geburtsstätte der Delfine gefunden zu haben. Der Weg dahin sei umständlich, was aber gut für die Delfine wäre, denn dann wären sie vor menschlichem Zugriff etwas geschützt. Bedauerliche hat er festgestellt, dass die Dörfer auf dem Weg der vermeintlichen Kinderstube der Delfine zum Hauptstrom des Karnali immer mehr mit Gift fischen. Wir werden versuchen Aufklärungsarbeit mit diesen Dörfern zu leisten um deren Bewohnern verständlich zu machen, dass sie mit dem Giftfischen vor allem auch sich selbst gefährden.

Hukum auf dem Weg zum Karnali

Hukum auf dem Weg zum Karnali

Mehr Infos zum Projekt am Karnali

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