Bei der letzten Aktion war viel Geduld erforderlich. Während des Norwegen Aufenthalt dominierte vor allem andauerndes Schlechtwetter. Es wurden drei Anläufe unternommen, die Whalewatchingfuture Banner zusammen mit Norwegern auf dem höchsten Gipfel des Landes zu hissen, jedoch spielte das Wetter nicht mit und der Launch des Zusatzprojektes ENJOY NATURE WHERE EVER YOU CAN wurde schweren Herzens vernünftigerweise auf 2012 verlegt.
Beim ersten Anlauf war die Strasse zur Anreise über das Fjäll (Gebirge) gesperrt, dann war sogar der über 400 km lange Umweg nicht möglich. Das Tal war durch das Hochwasser überflutet. Und die Wetterprognosen wurden die ganzen Wochen hindurch nicht besser. Lediglich für ein, zwei Tage ab’s dann Hoffnung auf Photowetter.
Trotzdem konnte erfolgreich viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. Bernhard Bechter’s Base war in Westnorwegen angesiedelt, wo er auch im Outdoor Bereich gearbeitet hat und diese Gelegenheit nutze, möglichst viel Informationsmaterial an Norweger(innen) und Touristen auszuhändigen und mit diesen Gespräche über den Walschutz in Norwegen zu führen.
Erschreckend wie wenig Touristen Bescheid wissen, dass Norwegen noch immer illegalen (da komerziellen) Walfang betreibt!
An und für sich sollte man denken, dass es mittlerweile hinläufig bekannt ist, dass in Norwegen noch immer Walfang betrieben wird und nicht die Chancen einer nachhaltigen Nutzung der Wale mittels sanftem Whalewatching ergriffen und gefördert wird. Wie gross der Tourismusantrieb Whalewatching ist, hat ja Island perfekt vorgeführt (Und leider auch wieder mit dem Walfang im Jahr 2007 begonnen – sehr zur Unfreude aller Tourismusbetriebe im Land). Beinahe jeden Tag nutzte Bechter um Gespräche zu führen und es war teils eine sehr frustrierende Angelegenheit: Beinahe jeder zweite Tourist zeigte sich erstaunt über die Information, dass Norwegen Walfang betreibt! Ein deutliches Zeichen, dass wieder mehr Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden muss!
ERFREULICHE REAKTIONEN DER NORWEGER
Positiv zeigte sich jedoch der Umstand, dass viele Norweger der Thematik sehr kritisch gegenüber stehen! Viele scheuen sich jedoch, dies öffentlich Kund zu tun – Verständlicherweise. Denn noch immer fühlen sich viele als Person und Nation in diesem Punkt persönlich angegriffen.
Nach dem Anschlag in Oslo wurden aus Rücksichtsnahme und aus Respekt vor der Trauerzeit die Gespräche jedoch nur noch mit Touristen geführt. An dieser Stelle aufrichtiges Beileid an alle Angehörigen und Freunde der Opfer dieser unbeschreiblichen Tat!
Vorschau auf 2012
Die geplannte Banner Aktion fand in Norwegen guten Zuspruch und könnte und wird daher im kommenden Jahr erneut versucht. Ziel & Hoffnung bleibt, dass Norwegen die Wende vom Whalecatching zum Whalewatching schafft, bevor es zu spät ist!