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Die Kunst zu Entschleunigen

Bardia lernt uns die gegebene Entschleunigung gelassen anzunehmen. Heute morgen um 05.40 war es endlich geschafft. Hukums PC läuft wieder und er kann wieder Emails schreiben! Aber um dies zu schaffen, mute ich zwangsläufig lernen, die häufigen Abstürze und Stromausfälle gelassen hinzunehmen. Auch als es geschafft war und nur mehr der Mozilla Firefox tröpfchenweise vom Netz gezogen werden musste, war Geduld angesagt. 3 ½ Stunden warten und hoffen „Bitte jetzt nicht wieder einen Stromausfall oder eine Stromnetzschwankung!“.

Geduldsprobe war uch gestern auf dem Fluss angesagt. Sechs Stunden am Fluss und lediglich einen Delfin gesichtet. ca. 12.15, 15.25 und 15.50 war ein Delfin an der Indischen Grenze auszumachen. Er tauchte aber immer nur kurz auf und war dann nicht mehr zu sehen.

Kann mitunter auch sein, dass der Lärm gestern an der Potonenbrücke zu heftig war. So viele Leute und Fahrzeuge habe ich bislang dort noch nie erlebt. Aber nach 15.30 wurde es dann ruhiger. Trotzdem keine weitere Sichtung.

Den Rücktransport haben wir so organisiert, dass erst Rike mit der Bootsausrüstung im Packsack zum Abholpunkt überhalb vom letzten Zufluss vom Karnali marschierte, von wo aus dann Hukum sie mit dem Motorrad zurück ins Basecamp bringt und ich blieb noch weitere 1 ½ Stunden mit der Fotoausrüstung am Sichtungspunkt. Leider vergeblich.

Ricke hatte beim Rückmarsch an der Furt ganz schön zu arbeiten. Mit immerhin über 25 kg auf dem Rücken, sank sie in dem treibsandähnlichen Untergrund beim queren des Zuflusses ganz schön tief ein. Dann noch mit dem riesen Packsack fast eine Stunde auf dem Motorrad zurück ins Basecamp.

Am Abend fühlten wir uns beide erschlagen müde.

Allerdings mußte ich noch bis nach 22 Uhr warten, denn da wird zur Zeit das Stromnetz ein bischen zuverlässiger und dann endlich die letzte Nachtschicht an Hukums PC, damit er mit der Welt wieder online gehen kann und wir mit ihm die weiteren Schritte für’s Dolphinwatching Projekt planen können.

Heut Nachmittag ist wieder Bootsschulung und Training für Hukum geplant und morgen heißt es um 05.30 raus aus den Schlafsäcken: Es geht an den Ausgangspunkt der Raftstrecke oberhalb des Nationalparks und dann Premiere: Die erste Dolphin-&Jungle-Watchingtour im 2 Mannraft auf dem Karnali. Morgen Abend wissen wir, ob die Planung ein Erfolg war und ob dieses Programm von den Einheimischen als Nutzungs-&Schutzprogramm angenommen wird.

Update wird online gestellt, sobald eine Verbindung hergestellt werden kann. Bilder folgen wenn wir mit Hukum in Pokhara sind, um dort für ihn Partner für das Dolphinwatchingprogram zu finden.

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Heiliger Abend im Jungle Base Camp

Gestern und heute ist zum Haare ausrupfen. Verzweifelt versuche ich seit gestern Hukums schrottreifen PC aufzusetzen. Irgend ein Händler hat ihm einen PC angedreht, den er zuvor bis auf die notwendigsten Bestandteile ausgeweidet hat.

Allerdings machen die ständigen Stromausfälle und extremen Stromschwankungen im Stromnetz eine Installierung des Betriebssystems zum nervenaufreibenden Stundenfresser.

Hoffen wir mal, dass jetzt der Strom einige Stunden hält. Das Update gestern wurde im dorfeigenen „Internetcafe“ gemacht. Aber auch das war eine Geduldsprobe, denn ins Internet kommt man hier nur über eine gähnend langsame Modemverbindung. Die einzigen Modems die es hier gibt, müssen über ein RS232er Kabel angeschlossen werden (Was unser Laptop nicht hat) und im „Internetcafe“ sind die paar Computer zwar in einem Netzwerk zusammengefasst, aber teilen sich alle zusammen EINE Modemverbindung. Alleine das einloggen in die Mailseite dauerte schon gute 20 Minuten.

Für heute Abend bereiten wir noch eine kleine Weihnachtsfeier vor. Ein paar kleine bescheidene Geschenke und Laxmi, Hukums Frau, backt noch einen Reiskuchen.

Das größte Geschenk für das Jungle Base Camp wird dann am Abend auch offiziell an Hukum übergeben: Die Bootsausrüstung für das Dolphinwatching.

Während ich noch die letzten Minuten am Laptop nutze, bevor der Akku vollständig entleert ist, ist grad wieder der Strom ausgefallen und die Installation vom Betriebssystem auf Hukums PC damit wieder ein weiteres mal ins Nirvana gewandert.

Für heute habe ich einen ganz bescheidenen Weihnachtswunsch. Ein paar Stunden keinen Stromausfall, damit ich die Kommunikation für Hukums Jungle Base Camp endlich fertig einrichten kann.

Frohe Weihnachten allerseits!

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DIE ERSTEN ZWEI FLUSS-DELFINE GESICHTET

Am Montag erste Erkundungsfahrt auf dem Karnali

Am Montag den 21.12.2009 startete die erste Erkundungsfahrt mit dem Schlauchkanadier auf dem Karnali. Am Seitenarm der Elefantenstation wurde eingebootet und erst dieser Seitenarm erkundet. Dieser läßt aber keine Wanderungen von Delfinen ausserhalb des Monsuns zu, da er an einigen Verbindungsstellen einfach zu seicht ist.

An der Potonenbrücke nach der Indischen Grenze konnten wir dann für 40 Minuten zwei Delfine beobachten. Ich unterhalb der Brücke und Rike zeitgleich einen oberhalb der Brücke.

Etliche Gespräche mit den lokalen Guides welche sich regelmässig am Karnali und im Nationalpark befinden, gibt Anlass zur Hoffnung, dass noch einige gefunden werden können. Alle die wir schon öfters an diesem Problem gearbeitet haben sind uns einig, dass sich der Bestand auf höchstens ein Dutzend Delfine kann.

Entgegen der Nationalparkverwaltung und deren Beobachter (die sich selbst nie an den Karnali oder in den Nationalpark begeben und sich ihre positiven Schätzungen lediglich aufgrund von Erzählungen die sie sich einholen zusammenreimen).

Das mitgebrachte Boot wird von allen sehr begrüßt, denn es verschafft Unabhängigkeit und kann, wie wir gestern bewiesen haben, leicht auf dem Motorrad transportiert werden.

Hukum holte uns am Nachmittag dann am Zufluss zum Karnali ab, da er diesen mit dem Motorrad nicht furten konnte. Das hieß für uns, erst wieder ein Stück Fluss aufwärts zu paddeln und wo die Strömung dann zu stark wurde, es mit dem Seil vom Wurfsack zu treideln (Anm.: ziehen).

Rike wurde mit der Fotoausrüstung und den Schwimmwesten zuerst zurück zum Jungle Base Camp gebracht und ich konnte bis zu Hukums Rückkehr Boot und Ausrüstung vom Schlamm reinigen (vom Rücktransport an den Abholpunkt).

Am Abholpunkt kamen Hukum und mir dann wieder Erinnerungen von der Expedition 2002 auf, denn an diese Furt war damals vermint und kurz vor uns flog mitten im Flusslauf ein Jeep mit Polizisten in die Luft, weil dieser auf eine der Minen aufgefahren war. Alle Polizisten starben bei diesem Vorfall.

Sofern die Strassen morgen wieder frei gegeben werden, geht es morgen Flussaufwärts zum einbooten um den oberen Abschnitt zu erkunden.

Heutiges Programm ist sichern der Daten, Sichtung und Auswertung der Bilder***, Betreuungsarbeit für Hukum und Planung der nächsten Aktivitäten am Fluss.

*** Das Fotografieren der Delfine ist sehr schwierig. Vom Auftauchen des Delfins bis zum Abtauchen bleiben gute 2 Sekunden. Der Autofokus schafft das Nachregeln auf der Wasseroberfläche nicht schnell genug, daher muss manuell gearbeitet werden.

Sofern wir Glück haben, schaffen es heute auch die ersten beiden Tourbookeinträge online zu gehen.

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BARDIA NATIONALPARK ERREICHT!

Endlich im Bardia Nationalpark angekommen. Nächste Woche beginnen die Delfinsichtungsaktionen.

Der folgende Bericht ist recht knapp verfasst und ohne Bildmaterial. Seit 2 Tagen gibt es hier im Dorf keinen Strom und wenn, nur für wenige Minuten. Der folgende Bericht wartet also auf der Festplatte, bis es endlich mal für eine halbe Stunde Strom gibt und damit auch mit Glück eine Internetverbindung hergestellt werden kann. Da diese hier gähnend langsam ist, wenn sie mal zu stande kommt, werden die Bilder dann später in Pokhara hochgeladen. Auf jeden Fall funktioniert hier im Moment gerade weder Strom noch jegliche Telefonverbindung. Aber das ist hier kein größeres Dilemma, eher Alltag mit dem man sich gelernt hat zu arrangieren.

Montags Abend mit etwas Verspätung in Kathmandu gelandet und die übliche Warteprozedur beim Einreise und Visumschalter absolviert. Dann glücklicherweise alle Gepäckstücke angekommen. Am Flughafen dann die üblichen Taxi- und Hotelkeiler abgewimmelt und wie durch wundersame Fügung genau den richtigen Helfer gefunden. Raaj brachte uns mit seinem Taxifahrer in eine bescheidene aber saubere und recht billige Unterkunft und holte uns dann am nächsten Morgen ab: Aircargo Marathon um die Bootsausrüstung auszulösen. Ohne Raaj seine Hilfe, hätte dieser bestimmt weit mehr als die vier Stunden gedauert. Erst zum Aircargogebäude, dort dann zum Flughafen geschickt ein Dokument abzuholen, dass wir berechtig sind, am Aircargogebäude Gepäck auszulösen. Für dieses Formular waren dann 3 Bestätigungen erforderlich?!? Dann sollten wir zum Büro von Etihad, um dort ein Formular zu holen. Das Etihadbüro war aber geschlossen! Seltsamerweise wurden die Etihaddokumente im Lufthansabüro ausgestellt. Seltsam deswegen, weil Lufthansa Nepal ja gar nicht mehr anfliegt. Mit diesem Formular hatten wir dann noch einige andere auszufüllen und abzustempeln und natürlich für fast jedes eine Gebühr zu entrichten. Um es abzukürzen: Nach vier Stunden durften wir das Bootsgepäck vom Zoll inspizieren lassen und endlich auslösen.

Der Rest vom Tag wurden noch dringende Besorgungen erledigt und die Fahrt in den Nationalpark arrangiert. Da wir ja mit guten 90 Kilo Gepäck unterwegs waren, suchten wir einen privaten Fahrer, der uns dann am Mittwoch um 05.30 bei der Unterkunft abholt. Ünktlich auf die Minute war er dann vor Ort und die erste Reaktion: Nein, das Gepäck passt nicht in mein Auto – Ich kann Euch nicht fahren. „Lass mich mal probieren zu packen und wenn ich’s reinbekomme, fahren wir! OK?“. Unser Nepali staunte dann nicht schlecht, mit welchem System ich sein Auto belud. Zur Sicherheit vergewisserte ich mich noch, dass er den Weg in den Bardianationalpark kannte, denn ich wunderte mich ein wenig, dass er mit seiner Strassenlimo uns dorthin fahren wollte. Bei der Reservierung dachte ich eigentlich, dass wir dür den vereinbarten Preis eine nepaltypische Klapperkiste mit Zufallsgeneratorbremsen bekommen würden. Bereits um sechs Uhr Morgens massiver Stau auf der Strasse über den Pass aus Kathmandu raus. Über den Pass alleine brauchten wir vier Stunden länger als normal.

Nach 18 Stunden und einer Reifenpanne waren wir dann an der Zugangsstrasse zum Nationalpark und hier kamen mir dann doch Zweifel, ob unser Fahrer schon mal im Nationalpark war. Denn der Zugangsweg ist zuerst eine holprige Schotterpiste die dann in einer Furt im Fluss – bei dem zu dieser Jahreszeit aber das Wasser an der richtigen Stelle grad mal knöcheltief ist. Ich gab unserem Fahrer noch den Tip, er solle den Polizisten am Checkpoint nach der richtigen Piste fragen, weil ich ja schon seit einigen Monaten nicht mehr hier war und in stockdunkler Nacht ich nicht sicher bin, ob ich die richtige Spur erwische. Verwunderung in seinem Gesicht, aber er fragte dann doch nach. Und dann fragte er mich immer wieder „way ok?“. Dann flackerte kurz Panik in seinem Gesicht auf, als der Schotterweg plötzlich sich in ein Spurengewirr oberhalb des Flussbetts verzweigte.

Keinen Meter fahre er mehr weiter! Hätte er nicht dringend Schlaf gebraucht und wären es nicht ein so langer Weg nach Kathmandu gewesen, wäre er zu 100% umgedreht. Ich machte ihm den Vorschlag, dass ich sein Auto durch die Furt fahren kann. Aber verständlicherweise war er um sein gutes Auto besorgt. Ich wies ihn dann an, einfach zu warten und dass ich zu Fuß die richtige Spur über den Fluss suchen würde. Diese war auch gleich gefunden und nur zweimal wäre es durch seichtes Wasser gegangen. Die Zweifel von unserem Fahrer waren dann aber doch zu groß und er wollte zurück zum Polizeichekcpoint, fix der Überzeugung, es müsse doch eine richtige Strasse in den Nationalpark geben. Mittlerweile konnten wir auch Hukum im Junglebasecamp erreichen, der sich mit seinem Motorrad auf den Weg machte uns entgegenzukommen und ab der Furt zu lotsen.

Der Polizist am Chekcpoint grinste ein wenig, als wir wieder bei ihm auftauchten. Als er unserem Fahrer klar machte, dass dies wirklich der einzige Weg war, war der Frust in seinem Gesicht trotz Dunkelheit nicht zu übersehen. Ich wollte ihm etwas Mut machen und meinte zu ihm „Schau mal, die Strassen in Kathmandu sind mit den ganzen Schlaglöchern doch viel holpriger als diese Schotterpiste und vor dem bißchen Wasser brauchst dich nicht zu fürchten. Im Monsun stehen die Strassen in Kathmandu viel tiefer unter Wasser, als diese paar Zentimeter hier in der Furt!“

Wieder zurück am Fluss marschierte ich vor seinem Auto mit der Stirnlampe durchs Wasser und deutete auf meine Schuhe, die grad mal bis zu den Knöcheln mit Wasser bedeckt waren. Er murmelte irgendetwas zu Rike, das sie aber nicht verstand und dann Erlösung: Wir waren wirder auf der Schotterstrasse auf der anderen Seite vom Fluss. Noch 12-14 Km bis ins Camp und bereits nach ein paar Kilomtern kam uns Hukum mit seiner Frau Laxmi auf dem Motorrad entgegen.

Freudige Ankunft im Camp und gleich Geburtstagsglückwünsche für Rike und dann Tiefschlaf. Seit Sonntag waren wir auf dem Weg und jetzt endlich angekommen.

Wir bedankten uns bei unserem Fahrer. Nicht nur, weil er pünktlich war, sondern auch, weil er sehr umsichtig und verantwortungsvoll gefahren ist. Dass er an der Furt etwas erschrocken ist, ist verständlich. Normalerweise fährt er ja in der Stadt und deren Umgebung und rechnete nicht mit einer minioffroadfahrt zum Finale. Dass er uns nicht sagen wollte, dass er zuvor noch nie im Bardianationalpark war, ist auch zu verstehen, denn er rechnete wohl damit, dass wir dann einen anderen Fahrer gebucht hätten. Bereits um 7 Uhr in der Früh machte er sich auf den Weg zurück nach Kathmandu. Mit Glück hat er vielleicht noch Passagiere auf diesem Weg zurück gefunden und konnte damit noch etwas zusätzlich verdienen.

Die folgenden beiden Tage wurden erstmal genutzt um etwas zu regenierieren, Hukum den Aufbau der Bootsausrüstung zu zeigen, mit ihm die Erfahrungen der letzten Monate zu teilen und die Fahrten zum Karnali zu besprechen.

Heute werden wir noch daran arbeiten, wie er das Programm in Nationalpark noch besser promoten kann und ihm Unterricht in der Computerbenutzung zu geben. Gestern war auch noch Reperaturtag an seinem Motorrad angesagt. Wenn es heute seinen Dienst nicht versagt, wird es morgen oder spätestens Übermorgen an den Karnali gehen. Hukum freut sich riesig üer die Bootsausrücstung und die mitgebrachte Fotoausrüstung, damit er auch die Gelegenheit hat, seine Sichtungen sowohl von den Delfinen wie auch den Tigern in Zukunft auf Bildern festzuhalten. Auch er ist fest davon überzeugt, dass einzig und alleine ein sanftes Dolphinwathing den Tieren ein Überleben sichern kann.

Wichtig noch, dass wir heute oder morgen Strom bekommen, damit die Akkus der Kameras geladen werden können. Falls nicht, gibt es genügend andere Arbeiten noch zu erledigen. Jetzt reicht der Akku des Laptops nur noch einige Minuten, als speichern und auf Strom warten.

Beim nächsten Bericht kann ich dann hoffentlich schon von den ersten Delfinsichtungen berichten.

Add-on vom Sonntag:

Ab heute sind wir von der Aussenwelt auch transporttechnisch abgeschnitten. Es herrscht wieder Streik in Nepal. Zumindestens hier in Westnepal. Vom Osten haben wir keine Nachrichten. Streik in Nepal hat eine etwas andere Bedeutung als zu Hause in Europe. Hier würde eher das Wort „Strassenblockade“ zutreffen. Kein motorisiertes Fahrzeug darf die Strassen passieren. Wer es dennoch wagt, riskiert mitunter sein Leben. Vom Timing her hatten wir also Glück. Wir haben Bardia erreicht und unsere Fahrer ist auch wieder sicher zurück in Kathmandu. (Neueste Nachricht dazu: Ausnahmen seien lediglich Rettungsfahrzeuge und von Touristen besetzte Fahrzeuge – was unse wieder nicht viel nützt, weil wir mit den Nepali zusammmen arbeiten. Aber mehr als gerüchtewert haben die Nachrichten die wir hier bekommen nicht. Soeben hies es gerade, es sei in einigen Städten zu Ausschreitungen gekommen und nicht einmal Fahrräder seien auf den Verbindungsstrassen geduldet?!? – In ein paar Tagen werden wir dazu auf jeden Fall mehr wissen).

Strom ist wieder Stundenweise vorhanden, aber noch immer keine Telefonverbindung. Daher ist das update noch in der Warteschleife.

Mit Hukum wurde noch intensive Schulung betrieben und es folgen noch etliche Einheiten davon. Es macht auch Freude zu sehen, dass Hukum sehr dankbar um jede Hilfe ist. Und seine Arbeit hat dem Nationalpark in den letzten Jahren mit Garantie mehr gutes angetan, als die Arbeit des nicht gerade vorbildlichen Nationalparkmanagements. Morgen bei Anbruch des Tages geht es runter zum Fluss. Einzig der Rücktransport ins Jungle Base Camp bereitet noch Kopfzerbrechen. Wir schrauben an Hukums Motorrad, aber es hat seine Macken. Die Bootscrew vom Jeep abholen zu lassen, kommt zu teuer. Aber bis morgen wird das Problem gelöst sein. Maybe ;)

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Auf der Anreise

Es ist soweit! Das Tourprojekt ist gestartet und morgen erfolgt schon die Anreise an den Karnali.

Momentan gerade noch auf Zwischenstop in den U.A.E. und in einer Stunde wird eingecheckt für den Flug nach Kathmandu.

Dann beginnt die Gepäckschlepperei. Ingesamt sind es fast 90 Kilogramm.

Sofern die Bootsausrüstung die mit Luftfracht transportiert wurde gleich ausgelöst werden kann, wird sogleich die Anreise an den Karnali begonnen.

Die ersten Tourberichte werden erst in 1, 2 Wochen erfolgen, da es im Karnali Gebiet sehr schwierig ist, ins Internet zu kommen.

PS: Die Schweinegrippe hat auch das Tourteam getroffen. Glücklicherweise noch vor dem Start.

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Das grosse Packen – Der Karnali rückt näher!

Das grosse Packen hat begonnen und die Ausrüstung wird selektiert. Es gilt die noch ca. 80 kg schwere Ausrüstung auf 60 kg zu reduzieren. Den Grossteil des Gepäcks nimmt jedoch die Bootsausrüstung (welche im Anschluss in Nepal verbleibt, damit die lokalen Nationalparkguides diese zum arbeiten benutzen können) und der Dokumentationsausrüstung.

Diese Bootsausrüstung wird in Nepalbereits sehnlich erwartet.

Nun, es bleiben noch ein paar Tage Zeit und auf irgendeine Art wird das Problem schon noch gelöst. Bis dahin wird aber noch so einige male gepackt, wieder umgepackt und weiter an Material abgespeckt.

Kurz vor Weihnachten sollten dann die ersten Berichte direkt aus Nepal veröffentlicht werden.

Drücken Sie uns und den Delfinen die Daumen, dass wir noch einen regenerierbaren Bestand von ihnen vorfinden. Hukum (der treuste Guide des Projekts) meint, die Geburtsstätte der Delfine gefunden zu haben. Der Weg dahin sei umständlich, was aber gut für die Delfine wäre, denn dann wären sie vor menschlichem Zugriff etwas geschützt. Bedauerliche hat er festgestellt, dass die Dörfer auf dem Weg der vermeintlichen Kinderstube der Delfine zum Hauptstrom des Karnali immer mehr mit Gift fischen. Wir werden versuchen Aufklärungsarbeit mit diesen Dörfern zu leisten um deren Bewohnern verständlich zu machen, dass sie mit dem Giftfischen vor allem auch sich selbst gefährden.

Hukum auf dem Weg zum Karnali

Hukum auf dem Weg zum Karnali

Mehr Infos zum Projekt am Karnali

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62. Internationale Walfang Konferenz Marokko 2010

IWC 62Die 62. IWC wird in Agadir Marokko stattfinden. Globalance wird wieder aktiv vor Ort sein. Sofern möglich mit einer entsprechenden Aktion im Vorfeld***.

Um möglichst effizienten Nutzen zu bieten, wird Globalance allen Ngo’s bei der IWC einen speziellen Videoservice zur Verfügung stellen. Ngo’s können ihre Anliegen und ’statements of the day’ täglich als Interviews aufnehmen, aufbereiten und unverzüglich im Internet puplizieren lassen.

Für diesen Zweck wird ein mobiles Studio (mit freundlicher Unterstützung von N.O.R.A.M.A.X.-Entertainment) im Konferenzgelände eingerichtet.

Durch diesen Service wird es möglich sein, dass die NGO’s keine wertvolle Zeit für diese Arbeiten aufwenden müssen und die aktuellen Berichte nahezu live online gehen können. In diesem Bereich bringt Globalance viel Erfahrung mit und hat z.B. schon bei der Whalewatchingfuture-Tour 07 gezeigt, dass selbst ohne grossen Aufwand mit straffer Arbeitsweise sehr schnell online Videoberichte erstellt werden können.

Bereits bei der IWC wurden diverse Interviews (z.B. für die WDCS erstellt). Nun ist der Wunsch aufgekommen, dass dieser Service ausgebaut wird und zum wichtigen Instrument der IWC Berichterstattung wird.

Es wird 2010 also für alle die zuhause bleiben eine ebenfalls spannende Konferenz.

Bespiele von der IWC Berlin:

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Natürlich werden auch die bei der IWC stattfindenden Demos und Kundgebungen als Videobeiträge erfasst werden. Hier ein Beispiel von der IWC in Berlin, wo die WDCS eine lebensgrosse Blauwalnachbildung in die Stadt brachte:

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***Natürlich ist Globalance bestrebt im Vorfeld wieder eine Aktion durchzuführen, die möglichst viel Aufmerksamkeit auf die IWC in Marokko lenkt. Momentan steht jedoch noch an erster Stelle die positive Abwicklung der Nepal-Flussdelfin Expedition im Dezember und Jänner. Im Februar werden dann die Möglichkeiten abgewogen, in welchem Rahmen eine Aktion zur IWC 2010 durchgeführt werden kann.


Infos zur 62. IWC

62ND ANNUAL AND ASSOCIATED MEETINGS, AGADIR, MOROCCO, 2010

At this year’s Annual Meeting, the offer from the Government of Morocco to host the 62nd Annual and Associated Meetings in 2010 in Agadir was gratefully accepted by the Commission.

The meetings will be held at Les Dunes d’Or Congress Centre in Agadir, Morocco in the period 26 May to 25 June 2010 as follows:

  • Scientific Committee – Sunday 30 May to Friday 11 June (with any pre-meetings on 28 and 29 May);
  • Commission sub-groups – Tuesday 15 to Friday 18 June;
  • Commission plenary – Monday 21 to Friday 25 June.
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Filmtip - Die Bucht

Ein Film der aufrüttelt und unterstreicht, wie wichtig es ist, dass dieses Thema nicht todgeschwiegen werden darf. Trotz aller japanischen Abschottungsmassnahmen ist es dem Team gelungen, diese Aufnahmen zu machen.

Der Globalance-Tip zu diesem Film: Schauen Sie nicht weg – schauen Sie hin!

Hier der Trailer zum Film:

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Unterstützen Sie das Projekt ganz einfach, indem Sie die Infos zum Film im Bekanntenkreis verteilen und mit möglichst vielen Freunden und Bekannten einen Kinobesuch machen.

Weitere Infos zum Film:

www.diebucht-derfilm.de schreibt:

Niemand kennt Delfine so gut wie Ric OBarry. In den 60er Jahren war er der Trainer von ‚Flipper. Jenem Delfin, der Generationen von Fernsehzuschauern begeisterte und die eleganten Schwimmer mit dem vermeintlich immer – währenden Lächeln zu einem der meistgeliebten Tiere machte. Eine Liebe, die dem Delfin zum Verhängnis wurde. Denn mit Delfinarien, Delfin-Shows, Delfintauchgängen und -therapien entstand ein global florierendes Multimilliardengeschäft eine Industrie, für deren Existenz sich Ric OBarry mit verantwortlich fühlt. Und gegen die er, nach einem tragischen Vorfall, seit mehr als 38 Jahren mit ganzer Leidenschaft ankämpft. Weltweit engagiert er sich gegen den Fang von Delfinen und macht wirtschaftliche und politische Interessen öffentlich, die hinter dem Geschäft
mit den Meeressäugern stehen. Was Ric OBarry jedoch im japanischen Küstenort Taiji entdeckt, ist unvorstellbar. In einer abgelegenen Bucht, die von der Außenwelt durch Stacheldraht und Sicherheitspersonal abgeschottet wird, liegt ein dunkles und tödliches
Geheimnis. DIE BUCHT zeigt, wie sich Ric OBarry gemeinsam mit Regisseur Louie Psihoyos auf eine Undercover-Mission begibt, um dieses Geheimnis ans Licht zu bringen. Im Stil von ,Oceans Eleven rekrutieren die beiden ein Team von Spezialisten bestehend aus Tauchern, Surfern, Unterwasserfilmern und Special Effects-Künstlern von Kerner Optical / Industrial Light & Magic. Ihr Ziel: die Vorgänge in der Bucht zu filmen und damit aufzudecken, was der Öffentlichkeit bisher verschwiegen wurde. Die Polizei, lokale Behörden und die Fischer von Taiji sind ihnen immer auf den
Fersen, doch mit Nachtsichtgeräten, Wärmekameras und weiterer High-Tech-Ausrüstung sind OBarry, Psihoyos und ihr Team ihren Widersachern immer einen Schritt voraus. Sie kommen dem Geheimnis immer näher. Dem Geheimnis, das nur die Spitze des Eisbergs ist DIE BUCHT ist Öko-Thriller, Abenteuerfilm und provokanter Coup. Packend, verstörend, aufrüttelnd und unterhaltsam wie ein Mix aus ‚Im Rausch der Tiefe und ‚James Bond. Ein Film über Schuld, Verantwortung und Wiedergutmachung, der Fragen aufwirft, wütend macht und den Blick auf die Welt ein Stück verändert. DIE BUCHT wurde bereits auf dem diesjährigen Sundance Film Festival begeistert aufgenommen und gewann dort wie in Folge auch bei weiteren Festivals den Publikumspreis für den besten Dokumentarfilm. Im Herbst dieses Jahres wird DIE BUCHT nun auch beim deutschen Publikum für Aufsehen sorgen.

Homepage zum Film DIE BUCHT

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Nepal Riverdolphin ExpeditionIII - Dez.2009/Jan.2010

Die Planungen und Vorbereitungen schreiten immer weiter fort. Zur Zeit laufen gerade Verhandlungen, wie die am Fluss benötigte Ausrüstung (Unter anderem eine voll ausgestattete Bootsausrüstung, welche für die weitere Verwendung durchausgewählte nepalesischen Guides des Nationalparks im Land verbleiben wird) günstiger nach Nepal transportieren können.

Dr. Werner Sandholzer, welcher 2002 zusammen mit Bernhard Bechter über den Landweg nach Nepal anreiste, wäre bei Landtransport wieder mit an Bord gewesen. Nach Abwägen musste für dieses Jahr die Anreise über den Landweg abgesagt werden. as Expeditionsfahrzeug bräuchte für diese Fahrt einen umfassenden Service, bei dem zahltreiche Komponenten erneuert werden müssten. Aus Sparmassnahmen wird daher dieses mal die Anreise per Flug gewählt und nur die notwendigste Ausrüstung mitgenommen und die Landanreise bis zur nächsten Expedition verschoben. Dies hat aber auch den Vorteil, dass bis dahin zahlreiche Sachspenden gesammelt werden können und dann mitgenommen werden können.

Die Expedition wird im Dezember 2009 und Jänner 2010 stattfinden.

Folgender Marschplan ist für das Projekt festgelegt:

  • Anreise zum Karnali
  • Erste Delfinzählungen mit Hilfe der Tharus (lokale Bevölkerung)
  • Ausbildung ausgewählter Einheimischer Nationalparkguides im Umgang mit Boot & Nationalpark-Touristen (Grundlegende Handhabung eines Bootes, Materialkunde, Sicherheit, Bergetechniken, Verhalten in besonderen Fällen, Iformationstransfer zu den Gästen,…)
  • Aufklärungstour durch die flussangrenzenden Dörfer mit fogelnden Zielen:
  1. Erkennen des Wertes des vorhanden sein der Delfine
  2. Wie kann die Bevölkerung durch die Delfine profitieren
  3. Was sind die Probleme der Delfine (Überfischung, Giftfischen,…)
  4. Warum ist der Karnali in den letzten Jahren so fischarm geworden
  5. Problematik Überfischung
  6. Wie können die Fischer dafür sorgen, dass der Karnali wieder fischreich wird und ergiebige Erträge erwirtschaften (Schonzeiten auch ohne Gesetze umsetzen)
  7. Zum Informationsaustausch zwischen den Dörfern und den Nationalparkguides anregen
  • Bildmaterial für die Nationalpark Guides erstellen, welches von diesen für Ihre Arbeit verwendet werden kann.
  • weitere Erkundungsfahrten auf dem Karnali
  • Workshop Ausarbeitung eines Touren-Komplettpaketes für ein ausgewogenes Programm für den Nationalpark und die Region.
  • Überlassung einer Bootsausrüstung für die ausgewählten Guides
  • Herstellen von Kontakten zu Tourismusanbietern in Pokhara und Kathmandu (Damit von dort Touristen & Dolphinwatcher in den Bardia Nationalpark kommen)

Arbeitsgebiet des Projektes am Karnali/Nepal: aus GoogleMaps:

Dazu kommen natürlich noch weiter Thematiken, die über das Thema ‘Rettung der Delfine und Nitzen für die Bevölkerung’ hinausgehen.

Vor der Abreise wird Bernhard Bechter noch einige Tage in Pokhara verbleiben und arbeiten.

Die Tourberichterstattung erfolgt ab Dezember 2009.

Bilder der ersten Expedition an den Karnali (Anreise Überland durch Bernhard Bechter und Dr. Werner Sandholzer)

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Return to nepal

Bernhard Bechter arbeitet derzeit auf Hochtouren für die Fortsetzung des Nepal Projekts. Ziel ist es bis zum Winter eine Ausrüstung für die Tharus zusammen zu stellen, damit sie damit am Karnali Fluss in der Zukunft Dolphinwatching durchführen können.

Wie die April Expedition gezeigt hat, ist deren Interesse daran sehr groß. Vor allem ist dies der beste Garant, dass die lokale Bevölkerung selbst am Schutz der sehr seltenen Susu-Delfine interessiert sind. Sanfter Toursimus als Delfinschutzfaktor kann hier auf fruchtbaren Boden wachsen.

Am wichtigsten bei der folgenden Expedition ist es den teilnehmenden Tharus auch aller Fertigkeiten beizubringen, die als Bootsführer erforderlich. Die jahrelange Erfahrung die Bechter hier als Bootführer & Guide für Raftingtouren mitbringen, sichern die Qualität dieser Ausbildung.

Vorab kommen dann im Herbst noch einige Vortragstermine, bei denen eindrückliche Bilder der verschiedenen Globalance-Expeditionen gezeigt werden. Die MultiVision greift auf ein Archiv von über 15.000 Bilder zurück und es stecken bereits über 200 Arbeitsstunden in der Produktion.

Addon Info zur Homepage: Da die Homepage in Zukunft direkte von den Projektes live mit Inhalten beliefert werden soll, laufen derzeit verschiedene CSS Systeme im offline Betrieb und es wird noch ausgetestet, welches für das Projekt am zweckdienlichsten ist. Bitte noch um etwas Geduld, bis wieder alle Inhalte online sind.

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